Feuerwerk und Knallerei - schön aber auch gefährlich!

 

boeller 

Mit einem bunten Feuerwerk und lauter Knallerei begrüßen jährlich Millionen Menschen in der Silvesternacht das neue Jahr. So glanzvoll und faszinierend dieser Brauch auch ist, so große Gefahren birgt er.

Feuerwehren und Notärzte haben Silvester Hochbetrieb. Leichtsinniges Hantieren mit Feuerwerkskörpern sei eine der häufigsten Unfallursachen, so aktuelle Studien.

Besonders Kinder sind gefährdet: Jedes Jahr endet die Silvesternacht für rund 200 Kinder in der Notaufnahme. Eltern dürfen ihre Sprösslinge daher nie unbeaufsichtigt Feuerwerkskörper zünden lassen!

 

 

 

Tipps für den sicheren Umgang mit Feuerwerkskörpern

  • Nur solche Feuerwerkskörper verwenden, die von der Bundesanstalt für Materialforschung zugelassen sind. Diese sind am aufgedruckten Zulassungszeichen, das immer mit den Buchstaben "BAM" beginnt (zum Beispiel: BAM-PII-0537), klar zu erkennen.
  • Die Gebrauchsanweisung vor dem Zünden in aller Ruhe lesen und beim Zünden auch beachten. Sie ist auf jedem Feuerwerksartikel und auf der Verpackung aufgedruckt.
  • Feuerwerkskörper gehören nicht in Kinderhände. Feuerwerkskörper der Klasse II wie Raketen, Kanonenschläge, Blitze und Böller dürfen nur an Personen über 18 Jahren abgegeben und auch nur von ihnen gezündet werden.
  • Auch das für Kinder zugelassene Kleinstfeuerwerk der Klasse I sollte nur unter Aufsicht von Erwachsenen abgebrannt werden.
  • Raketen, Knallkörper und andere Feuerwerksartikel nie in geschlossenen Räumenzünden. Achten Immer für einen ausreichenden Sicherheitsabstand zwischen Feuerwerkskörper und Personen achten.
  • Fenster und Dachfenster schließen, damit abstürzenden Raketen oder Leuchtkugeln nicht in die Wohnung gelangen können.
  • Alkohol vermindert das Reaktionsvermögen. Deshalb sollten alkoholisierte Personen das Feuerwerk lieber als Zuschauer genießen.
  • Raketen nur senkrecht starten. Am besten ist, eine schwere Wein- oder Sektflaschen als Startrampe zu benutzen. Noch besser ist es, diese Flasche vor dem Raketenstart in die Erde einzugraben. Auch ein Getränkekasten kann zur Verbesserung der Standsicherheit genutzt werden. Und die Raketen nie gegen Hindernisse, wie zum Bespiel Dachvorsprünge oder Bäume, auf die Reise schicken.
  • Niemals Feuerwerkskörper selbst herstellen.
  • Niemals mehrere Feuerwerkskörper zu einem Bündel vereinen.
  • Niemals die Zündschnur verkürzen.
  • Blindgänger und Versager auf keinen Fall ein zweites Mal zünden.
  • Besonders gefährlich für die Ohren sind Knaller und Böller, die in unmittelbarer Nähe des Trommelfells gezündet werden.
  • Niemals gezündete Knallkörper auf Menschen oder Tiere zuwerfen. Gezündetes Feuerwerk nicht aus dem Fenster oder vom Balkon abwerfen.
  • Die Finger von nicht zugelassenen Billig-Böllern lassen. Die haben oft eine höhere Explosionswirkung als geprüfte Knaller mit einem Schallpegel von bis zu 120 Dezibel. Bei diesem Pegel liegt auch die Schmerzgrenze.

 

Halten Sie folgendes für den Notfall bereit:

  • Eimer mit Wasser oder (besser) einen Feuerlöscher
  • Löschdecke

 

Im Notfall gilt ...

Bewahren Sie Ruhe und alarmieren Sie die Feuerwehr unter Tel. 112 (mehr unter "Einen Notruf absetzen")

weihnachtsbaum 

Gerade vor und an Weihnachten weist die Brandstatistik leider immer noch erschreckende Höchstwerte auf: Um bis zu 35 Prozent steigen die Wohnungsbrände zu dieser Zeit in Deutschland an.

Dies ist kein Wunder. Es ist die Zeit der kurzen Tage und der gemütlichen Kerzenstimmung. Für viele selbstverständlich: Die Kerzen am Adventskranz, im Kerzenständer auf dem Tisch und auch heute noch am Weihnachtsbaum. Gerade Familien mit Kindern legen oft Wert auf die traditionell schöne Stimmung, die über viele Generationen ihre zeitlose Qualität entfaltet.

 

 

 

Allgemeine Tipps für die Weihnachtszeit

  • Achten Sie beim Kauf auf frisches Grün! Adventskränze oder Weihnachtsbäume sind leichter brennbar, wenn sie trocken sind. Lagern Sie den Weihnachtsbaum nach dem Kauf am besten draußen - so bleibt er länger frisch.
  • Unterlegen Sie den Adventskranz: Eine Glasplatte oder ein Porzellanteller sind nicht brennbar und tragen zum Brandschutz bei.
  • Achten Sie auf stabile Kerzenhalter. Sie sollten die Kerze nicht nur sicher halten, sondern auch feuerfest sein.
  • Wechseln Sie die Kerzen: Warten Sie nicht erst, bis die Kerzen niedergebrannt sind. Wenn möglich verwenden Sie Kerzen, deren Docht nicht bis ganz nach unten reicht. Diese Sicherheitskerzen erhalten Sie im Fachhandel.
  • Halten Sie Kinder vor dem Feuer fern: Lassen Sie Kindern nie allein in die Nähe offenen Feuers. Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeug sicher auf.
  • Benutzen Sie draußen nur wetterfeste Elektrik: Achten Sie deshalb immer auf das GS oder VDE Zeichen an Ihren Lichterketten und erwenden Sie nur Elektrik, die für den Außenbereich hergestellt wurde.

 

Tipps für den Weihnachtsbaum

  • Verwenden Sie einen stabilen Baumständer: Empfehlenswert sind Ständer, die mit Wasser gefüllt werden können. So bleibt der Baum länger frisch.
  • Vermeiden Sie Zugluft: Bei Zugluft können die Zweige schnell Feuer fangen. Außerdem würde ein Feuer durch den Luftzug leichter angefacht werden.
  • Achten Sie auf Abstand: Der Weihnachtsbaum braucht ausreichend Abstand zu Möbeln und Gardinen. Die Kerzen am Baum sollten mindestens einen Sicherheitsabstand von 25 cm zu den nächsten Zweigen haben.
  • Stellen Sie Wasser und Decke bereit: So können Sie einen Brand schnell löschen. Achten Sie aber darauf, dass beides nicht zu dicht am Baum oder gar darunter steht. Im Brandfall wären sie nicht mehr erreichbar.
  • Legen Sie die Geschenke nicht zu dicht unter den Baum: Sie könnten leicht Feuer fangen.
  • Zünden Sie die Kerzen immer von oben nach unten an: So laufen Sie nicht Gefahr, von den Flammen erfasst zu werden. Beim Löschen gehen Sie von unten nach oben vor.
  • Niemals die Kerzen ohne Aufsicht brennen lassen.
  • Kinder im Krabbelalter und Haustiere erhöhen das Risiko: In diesem Fall ist eine elektrische Baumbeleuchtung zu empfehlen.

 

Halten Sie folgendes für den Notfall bereit:

  • Eimer mit Wasser oder (besser) einen Feuerlöscher
  • Löschdecke

 

Im Notfall gilt ...

Bewahren Sie Ruhe und alarmieren Sie die Feuerwehr unter Tel. 112 (mehr unter "Einen Notruf absetzen")

Was tun, wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Brand kommt?

 

notausgang 

Die folgenden Tipps sind nicht als unveränderlicher Ablauf im Falle eines Brandes zu verstehen. Kein Brand gleicht dem Anderen - weshalb Sie sich auch nicht zu 100% auf den folgenden Ablaufplan verlassen sollten. Im Grunde sollten Sie immer versuchen Ruhe zu bewahren, um so nicht nur sich selbst, sondern auch Anderen helfen zu können.

Panik nützt niemanden und verschlimmert meistens die, ohnehin schon gefährliche, Situation!

 

So sollten Sie sich nach Möglichkeit verhalten:

 

1. Ruhe bewahren

Zur Vermeidung weiterer Unfälle ist es wichtig ruhig zu bleiben und auch Andere zu beruhigen.

 

2. Melden Sie den Brand der Feuerwehr

Die Alarmierung der Feuerwehr sollte immer einer der ersten Maßnahmen sein. Während der Anfahrt der Feuerwehr können weitere Maßnahmen ergriffen werden. Setzen Sie also so schnell wie möglich einen Notruf unter der 112 ab und geben Sie dem Mitarbeiter der Leitstelle folgende Informationen:

  • Wo... brennt es?
  • Was... geschah?
  • Wie viele... Personen sind betroffen?
  • Welche... Art der Erkrankung / Verletzung liegt vor?
  • Warten... auf Rückfragen!

Oder nutzen Sie (falls vorhanden) Brandmelder. Hier erfahren Sie mehr zum Absetzen eines Notrufs.

 

3. In Sicherheit bringen

Bringen Sie sich in Sicherheit! Warnen Sie gefährdete Personen und bringen Sie Verletzte, Kinder und Behinderte aus dem Gefahrenbereich. Schließen Sie Fenster und Türen, achten Sie jedoch darauf das die Wohnungs-, bzw. Haustür nicht verschlossen sind, damit die Feuerwehr schnell zum Feuer gelangt! Pressen Sie ein feuchtes Tuch über Mund und Nase! Bei Starker Rauchentwicklung kriechen Sie über den Boden, unten ist meist noch Atemluft!

Falls Ihnen der Ausweg versperrt ist, durch Rauch oder Gegenstände, schließen Sie die Tür und dichten Sie die Tür mit Handtüchern oder Kleidungsstücken ab. Öffnen Sie anschließend das Fenster und machen Sie sich bemerkbar!

Folgen Sie den Rettungswegen und benutzen Sie keine Aufzüge, da Erstickungsgefahr durch Brandrauch droht! Achten Sie auf Anweisungen und suchen Sie nach Möglichkeit Sammelstellen auf!

Diese Symbole helfen Ihnen bei der Orientierung:

 

rettungsweg   Dieses Schild zeigt Ihnen den kürzesten Fluchtweg.

 

sammelstelle   Dieses Schild zeigt Ihnen den Standort einer Sammelstelle.

 

4. Einen Löschversuch unternehmen

Das in Sicherheit bringen der Angehörigen und der eigenen Person geht vor jeder Brandbekämpfung. Den Brand bekämpfen sollten Sie nur dann, wenn Sie sich selbst nicht in Gefahr begeben.

Nutzen Sie zum löschen Wasser, Feuerlöscher oder Wandhydranten. Aktivieren Sie (nach Möglichkeit) Rauchabzüge! Bei Kleinbränden oder Kleidungsbränden versuchen Sie das Feuer mit einer Decke zu löschen!

Wie Sie einen Brand mit einem Feuerlöscher oder einer Löschdecke bekämpfen, erfahren Sie hier.

 

 

Was Sie außerdem beachten sollten

Rufen Sie auf jeden Fall die Feuerwehr, selbst wenn der Brand augenscheinlich gelöscht ist! Nicht sichtbare Glutnester können einen Brand auch nach mehreren Stunden erneut entfachen.

Verlassen Sie auf keinen Fall die Einsatzstelle! Warten Sie ruhig auf das Eintreffen der Feuerwehr. Halten Sie Schlüssel zu allen Räumen bereit und zeigen Sie der Feuerwehr den nächsten Weg zur Brandstelle.

Sorgen Sie dafür das alle Zufahrtswege für die Rettungskräfte freigehalten werden und weisen sie die eintreffenden Rettungskräfte ein.

Rauchmelder retten Leben!

 

rauchmelder 2

Die meisten Brandopfer - 70% - verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden. Gefährlich ist dabei nicht so sehr das Feuer, sondern der Rauch. 95% der Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung! Rauchmelder haben sich als vorbeugender Brandschutz bewährt.

Tagsüber kann ein Brandherd meist schnell entdeckt und gelöscht werden, nachts dagegen schläft auch der Geruchssinn, so das die Opfer im Schlaf überrascht werden, ohne die gefährlichen Brandgase zu bemerken.

Rund 600 Menschen sterben jährlich in Deutschland an Bränden, die Mehrheit davon in Privathaushalten. Ursache für die etwa 200.000 Brände im Jahr ist aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit. Sehr oft lösen technische Defekte Brände aus.

Rauchmelder (Brandmelder) retten Leben – der laute Alarm des Rauchmelders (auch Rauchwarnmelder oder Brandmelder, Feuermelder) warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und verschafft Ihnen den nötigen Vorsprung, um sich und Ihre Familie in Sicherheit bringen zu können.

 

Wo werden Rauchmelder installiert?

Rauchmelder gehören grundsätzlich an die Zimmerdecke und am besten in die Raummitte. Vorzugsweise sind sie vor den Schlafzimmern zu installieren und in den Schlafzimmern selbst - vor allem wenn Sie dort elektrische Geräte wie Heizdecken, Fernsehgeräte o. ä. benutzen. Auch die Kinderzimmer sollten Sie durch ein zusätzliches Gerät schützen.

In Häusern mit mehreren Stockwerken sollten die Rauchmelder im Flur auf den Etagen montiert werden. Wichtig ist auch ein Rauchmelder im Keller. In Küche und Bad sollten Sie auf eine Installation verzichten, weil dort durch Koch- und Wasserdämpfe Fehlalarm ausgelöst werden könnte.

In größeren Häusern ist es sinnvoll, die Rauchmelder miteinander zu vernetzen, so daß ein Kellerbrand auch von den in der Wohnung installierten Geräten gemeldet wird.

 

Welcher ist der richtige Rauchmelder?

 

rauchmelder 

Rauchmelder ist nicht gleich Rauchmelder. Wie bei allen Dingen, gibt es auch hier deutliche Qualitätsunterschiede.

Gute Geräte geben beispielsweise einen Warnton ab, wenn die Batterie ausgewechselt werden muß. Das ist bequem und sicher. Letzte Kauf-Sicherheit gibt das VdS-Zeichen, das alle VdS-anerkannten Sicherheitsprodukte tragen müssen.

Anerkannte Heimbrandmelder haben genau wie komplexe Brandmeldeanlagen bewiesen, dass sie sehr hohen Anforderungen hinsichtlich der Funktions- und Störsicherheit genügen und damit im Ernstfall auch ordnungsgemäß arbeiten.

 

Batteriebetriebene Rauchmelder für den Privathaushalt

9V-Rauchmelder sind die optimale Lösung zum Nachrüsten im Wohn-, Büro- und Objektbereich. Sie sind ohne zusätzliche Kabelverlegung zu installieren. Die lebensrettenden Rauchmelder sind nicht größer als eine Kaffeetasse, unauffällig, leicht zu installieren und überall im Fachhandel erhältlich.

In Deutschland erhältliche Rauchmelder für Privathaushalte funktionieren nach einem optischen Prinzip, das eine zuverlässige Raucherkennung und entsprechende Alarmmeldung ermöglicht. Diese Rauchmelder arbeiten unabhängig vom Stromkreis. Die Notwendigkeit des Batteriewechsels wird meistens ca. 30 Tage, bevor die Batterie entladen ist, durch einen wiederkehrenden Signalton angekündigt.

Warum muss man eine Unfallstelle absichern?

 

warndreieck 

Insbesondere bei Autounfällen passiert es immer wieder, daß andere Verkehrsteilnehmer, Helfende und auch die Verunglückten durch eine nicht ausreichende Absicherung in Gefahr geraten.

Man sollte daher immer zuerst an die eigene Sicherheit denken, denn nur wer selbst keinen Schaden erleidet, kann dem Verletzten auch helfen!

 

 

Nach welchem Schema sollte man vorgehen?

Kommt man an eine Unfallstelle sollte man stets nach folgendem Schema vorgehen:

  • Erkennen - das überhaupt ein Notfall vorliegt
  • Überlegen - welche Gefahren drohen dem Verunfallten / Verletzten oder dem Helfer
  • Handeln - entsprechend der Situation

 

Maßnahmen für die entsprechende Unfallsituation

 

Verkehrsunfall

Nähert man sich einer Unfallstelle sollte man als erstes die Warnblinkanlage einschalten, die Warnweste anziehen und anschließend das Warndreieck in ausreichender Entfernung aufstellen, ggf. auch eins in der Gegenrichtung.

Grundsätzlich gilt hierbei:

  • auf Land- und Bundesstraßen eine Entfernung von 100 m,
  • auf Autobahnen von 200 m,

jeweils vom Unfallort gerechnet. Beim Aufstellen sollte der Straßenverlauf beachtet werden. Verdecken beispielsweise Kurven oder Kuppen den Blick auf den Ort des Geschehens, sollte der Abstand großzügiger gewählt werden.

Dabei gilt: Immer dem Verkehr entgegenlaufen, möglichst hinter dem Randstreifen bzw. der Leitplanke, um sich selbst nicht zu gefährden! Andere Fahrzeugführer können mit Handzeichen zum Langsam fahren aufgefordert werden

 

Elektrounfall

Bei Unfällen mit elektrischem Strom ist zuerst die Stromzufuhr zu unterbrechen (Sicherung raus, Stecker ziehen oder Gerät ausschalten), bevor mit der Versorgung des Verletzten begonnen werden kann.

 

Gasunfälle

Auch bei Gasunfällen gilt es, kein unnötiges Risiko einzugehen. Funkenschlag ist zu vermeiden, außerdem ist für möglichst gute Durchlüftung zu sorgen.

 

In der Landwirtschaft / auf Baustellen

Hier muß – wie sonst auch – mit Vorsicht und Umsicht vorgegangen werden. Landwirtschaftliche Geräte und Baufahrzeuge unbedingt ausgeschalten und sicherstellen das diese nicht wieder unvermittelt bewegt werden können. Sie müssen zuverlässig gegen Inbetriebnahme gesichert werden.

 

Wie geht es weiter?

Erst nachdem man die Unfallstelle abgesichert hat sollte man lebensrettende Sofortmaßnahmen "Erste Hilfe" einleiten und "einen Notruf absetzen!"